12.11.2022

Und täglich grüßt Kohl die ARD

Es wird noch etwa zwei Jahre dauern, bis die neugegründete „Bundeskanzler-Helmut-Kohl-Stiftung“ des Bundes eines ihrer Vorzeigeprojekte verwirklichen kann: Eine Dauerausstellung über Leben und Wirken des „Kanzlers der Einheit“. Denn die dafür vorgesehenen Räume im Otto-Wels-Haus am Berliner Boulevard „Unter den Linden“ müssen erst noch umgebaut werden.

Bereits zum kommenden Jahreswechsel soll jedoch eine vorläufige Präsentation an Helmut Kohl erinnern – im Jakob-Kaiser-Haus in der Wilhelmstraße 68 in unmittelbarer Nähe zum Reichstag. Dort, direkt neben dem Haupteingang zu Abgeordnetenbüros und Sitzungssälen, wusch viele Jahre lang ein Friseur Politikern den Kopf und stutzte zu langes Haupthaar.

In das seit einiger Zeit verwaiste Ladenlokal zieht nun die Stiftung ein. Dann werden Politiker, politisches Personal und Touristen – Fans wie Gegner – einem überlebensgroßen Helmut Kohl-Poster nicht ausweichen können.

Auf der Straßenseite gegenüber befindet sich das ARD-Hauptstadtstudio. Diese Nachbarschaft findet mancher Kohl-Anhänger besonders reizvoll. „Da müssen die Öffentlich-Rechtlichen jetzt jeden Tag Helmut Kohl begegnen“, freut sich ein führender Mann der Stiftung bereits im Voraus. Diese Freude dürfte auf der anderen Straßenseite kaum geteilt werden. (hmv.)

(Veröffentlicht in „Cicero – Magazin für Politische Kultur“, Nr.11, November 2022)


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