Presse

18.06.2017 | Rhein-Zeitung

Merkwürdige Nachrufe auf Kohl

„Helmut Kohl hat in seiner Zeit als Bundeskanzler so viel Häme und Spott erfahren wie kaum ein anderer Spitzenpolitiker der Nachkriegsgeschichte. Zu seinem Tod erfährt er von den meisten Weggefährten und sogar von politischen Gegnern nun eine breite Würdigung. Doch auch jetzt gibt es Entgleisungen. (…)

Auch der Nachruf des früheren rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD) wurde im Internet von vielen als unangemessen wahrgenommen. Schon der Anfang seines eine Seite langen Schreibens gerät zu einem zwiespältigen Lob. Nur wenige Menschen hätten "so konsequent ihre Karriere geplant, vorangetrieben und erkämpft wie Helmut Kohl. (…)

Dann ist sich Beck nicht zu schade, Kohl "geradezu kindische Eingriffe in protokollarische Abläufe" bei Auslandsbesuchen vorzuwerfen. Bei einem Besuch des damaligen US-Präsidenten Bill Clinton habe Kohl darauf eingewirkt, dass er, der damalige Ministerpräsident Kurt Beck, nicht in der ersten Reihe in der Mitte sitzen durfte, sondern am Rand Platz nehmen musste. Auch eine " heftige Auseinandersetzung" bei einer Bund-Länder-Besprechung wegen kritischer Äußerungen Becks zu seiner Politik dokumentiert Beck in seinem Schreiben.“ (…)

In der Pressestelle der rheinland-pfälzischen SPD stellt man auf Nachfrage unserer Zeitung klar, dass es sich bei dem Schreiben " explizit" um einen persönlichen Nachruf von Kurt Beck handelt. Publizist Hugo Müller-Vogg schrieb auf Twitter: " Bin von Kurt Beck sehr enttäuscht. Es heißt doch Nachruf - nicht Nachtritt." Auch aus der rheinland-pfälzischen CDU kamen empörte Reaktionen.

Quelle: „Rhein-Zeitung“, Koblenz vom 19. Juni 2017.



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