Presse

02.02.2017 | DIE ZEIT

„Tichys Einblick“

„An der Bürowand hängt außerdem eine Kolumne des Autors Hugo Müller-Vogg. Der heute 69-Jährige war mehrere Jahre lang Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Unter den hauptberuflichen Politikdeutern gehörte er früher zum konservativen Inventar. Nun schreibt er auch für die Onlineausgabe von Tichys Einblick sowie für das Magazin. Das Portal erreiche viele Menschen, sagt Müller-Vogg, weil es etwas aufgegriffen habe, was andere Medien im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise nicht gespiegelt hätten: "Der Lebensstandard steigt nicht mehr von Jahr zu Jahr automatisch. Das führt dazu, dass Menschen eine gewisse Unsicherheit verspüren. Da muss ich nicht so extrem sein und sagen: Der Syrer nimmt mir die Arbeit weg. Es reicht schon das Gefühl: Wir müssen das alles bezahlen, während unsere Tochter ein gutes Examen hat und trotzdem wegen einer Umstrukturierung die Stelle wechseln muss." Tichys liberal-konservative Plattform gebe diesem Unsicherheitsgefühl Ausdruck. "Ich bin nicht mit allem einverstanden, was da steht", sagt Müller-Vogg, "aber das war zu meiner Zeit bei der FAZ auch nicht immer so. Daran erkennen Sie eben die Liberalität." Man fragt sich, warum es – abgesehen von den sprachlichen Übertreibungen – überhaupt Aufregung gibt um dieses Projekt. Warum der Aufruf zum Werbeboykott? (Den der Initiator später mit dem Hinweis zurückgezogen hat, Tichys Einblick sei ein seriöses Portal.) Warum sagen alte Weggefährten nur hinter vorgehaltener Hand, dass sich der Roland an einen extremen Rand verirrt habe? Warum hört Müller-Vogg von Politikern, dass sie seine Artikel bei Facebook teilen würden – aber nur, wenn sie denn nicht auf Tichys Portal erschienen wären?“

Quelle: „DIE ZEIT“ vom 2. Februar 2017



Drucken
Müller-Vogg am Mikrofon

Presse

18.07.2017 | Kress Report

"Kameraderie mit Politikern“

Früherer "FAZ"-Herausgeber Hugo Müller-Vogg wirft Berliner Korrespondenten "Kameraderie" mit Politikern vor
» mehr

Themen

Die Rache der Geschichte

Der Verkauf der „Frankfurter Rundschau” ist ein tragikomisches Stück. Nicht nur müssen es die verbleibenden Redakteure nun bei der „FAZ" schaffen. Nein, auch das Gelände, auf dem sie dies tun werden, ist ideologisch vermint.
» mehr

Zwei Pässe sind undemokratisch

Bei der Debatte um die doppelte Staatsbürgerschaft wird ein entscheidender Punkt oft vergessen: Zwei Pässe sind undemokratisch und räumen Doppelstaatlern mehr politischen Einfluss ein als „einfachen“ Deutschen.
» mehr

Der Tag an dem Sigmar Gabriel Kanzler von Rot-Rot-Grün wird …

Rund um den Jahreswechsel blickt „Cicero Online“ nach vorne und entwirft Szenarien für das Jahr 2013, die auf den ersten Blick unrealistisch wirken und doch einen Kern von Wahrheit in sich bergen.
» mehr

Buchtipp

Wolfgang Bosbach: "Endspurt - Wie Politik tatsächlich ist - und wie sie sein sollte“. Ein Gespräch mit Hugo Müller-Vogg.

Wolfgang Bosbach:

» mehr

Biografie

Dr. Hugo Müller Vogg

Hugo-Müller-Vogg

» mehr