Presse

02.03.2016 | „Mannheimer Morgen“

Hugo Müller-Vogg erhält "Mannheimer Kochschürze"

„Man muss für diese Ehrung "in seinem Metier zu rühren verstehen" - aber er war zunächst einmal erkennbar gerührt: "Als Mannheimer in Mannheim so ausgezeichnet zu werden, bedeutet mir schon sehr viel" bekannte der Publizist Hugo Müller-Vogg, nachdem er den weißen Hut aufgesetzt, das Stück Stoff umgebunden bekommen hatte. Auf diese Weise zeichnete die von Bert Schreiber geführte Rustikale Feinschmeckerchuchi ihn beim "Mannheimer Herrenessen" mit der 49. "Mannheimer Kochschürze" aus.

Zuvor ging ein Raunen, ein erstauntes "Uiii" durch die Reihen im stilvoll auf Mannheimer Art dekorierten MVV-Casino. Dort trifft sich dieser exklusive Kreis stets zu dieser "Schaffermahlzeit des Südens" genannten Veranstaltung. Zu ihrem Ritual gehört, dass der Ausgezeichnete niederkniet, aus einem riesigen Silberlöffel Sekt trinkt - und in den ließ Müller-Vogg kräftig einschenken. "Was rein kommt, bestimmen Sie, was drin ist, müssen Sie austrinken", erklärte Schreiber. Diesen Satz sagt er immer, ebenso wie Schreibers Worte "Wer hier isst, ist wer!" stets zur Begrüßung der 111 handverlesenen Herren gehören.

Seit 49 Jahren schon gelingt Schreiber als Chef der Mannheimer Feinschmeckerchuchi, zugleich Ordensoberer aller deutschen Marmiten sowie Generalsekretär der internationalen Vereinigung "Conféderation Culinaire Internationale de la Marmite", dieses originelle, unvergleichlich-einzigartige Event zu arrangieren, dafür mit charmant-hartnäckiger Überzeugungskraft viele Prominente zu gewinnen. Einer davon, der 2014 ausgezeichnete frühere BASF-Aufsichtsratsvorsitzende Eggert Voscherau, geleitete Müller-Vogg zu der Zeremonie. So sehr er sich über die Ehrung freute - er bekannte gleich, "dass ich nicht kochen kann!"

Doch das ist für diese Ehrung auch gar nicht nötig. Müller-Vogg sei ein "echter Mannheimer Medienmensch", und das sei ja "allein schon ein Gütesiegel", so Schreiber. Andererseits sei man mit "Eigengewächsen" stets vorsichtig gewesen, weil das nach "Eigenlob" aussehe - Müller-Vogg ist erst der dritte gebürtige Mannheimer unter 49 "Schürzenträgern". Doch der Publizist, dessen Karriere beim "Mannheimer Morgen" begann und bis nach New York und in die Herausgeberriege der FAZ führte, sei einer der bundesweit herausragenden Vertreter seiner Zunft.

Schreiber charakterisierte den Geehrten, der heute als Kolumnist, Buchautor und Fernsehmoderator tätig ist, als profilierten Konservativen, unangepasst ("Anpassung ist die große Stärke der Schwachen") und unbeugsam, ja streitbar. Und davon gab es gleich eine Kostprobe. Nach der Freude über die Auszeichnung ("Ein unheimlich schönes Gefühl, hier zustehen") kam das Bedauern des 68-jährigen "waschechten Kurpfälzers", dass "unsere Gegend überregional nie so gewürdigt wird, wie sie es verdient". Und auch wenn er nicht kochen könne, so kritisierte er doch den oft in Berlin servierten "großkoalitionären Eintopf" aus "Schwarzwurzeln, roter Beete und zerstampften weiß-blauen Maut-Taschen". Dabei bewunderte er die Kochkünste der roten Köche, die "mit 25 Prozent der Zutaten den Geschmack so dominierten". Dauerhaft gesund sei das nicht, gleichwohl warnte Müller-Vogg, "aus dem rechten Winkel in den Topf zu spucken". Das, so der Publizist, unter dem Beifall der Gäste, sei "keine Alternative für Deutschland".

Wie es sonst so in Berlin zugehe, dürften die Mannheimer Köche gerne bei einem "Betriebsausflug" erkunden - der 2015 mit der Kochschürze geehrte Kanzleramtsminister Peter Altmeier und er luden sie gemeinsam ein.“

Quelle: „Mannheimer Morgen“ vom 2. März 2016



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