Presse

11.05.2013 | EXPRESS

Merkel und die FDJ

"Während ihrer Tätigkeit an der Akademie der Wissenschaften der DDR war Angela Merkel Funktionärin, beispielsweise von 1981 als FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda, was sie bis heute bestreitet. Außerdem saß sie in der Betriebsgewerkschaftsleitung", sagt Ralf Georg Reuth, "Bild"-Journalist und einer der Autoren von "Das erste Leben der Angela M." (Piper Verlag).

Die CDU-Kanzlerin - eine Propaganda-Beauftragte der sozialistischen Jugendorganisation? Ein Vorwurf, der bereits zuvor etwa in der Merkel-Biografie von Gerd Langguth erhoben worden war. Und auch von Günther Krause, Ex- CDU-Verkehrsminister und einstiger Wegbegleiter Merkels.

Die Kanzlerin hat sich dazu 2005 in einem Buch des Publizisten Hugo Müller-Vogg ("Mein Weg") ausführlich geäußert. Bestritten hat sie nie, in der FDJ aktiv gewesen zu sein, wohl aber die genaue Funktion. Wie kommt es zu dem Vorwurf? "Einer von denen, die damals in der FDJ-Gruppe dabei waren, behauptet immer wieder, ich hätte Agitation und Propaganda betrieben", sagte Merkel damals. "Vielleicht hat Krause das gelesen und, weil er mir nicht gerade wohlgesinnt ist, gleich noch einmal weiter zugespitzt (...) Agitation und Propaganda? Ich kann mich nicht erinnern, in irgendeiner Weise agitiert zu haben. Ich war Kulturbeauftragte." Sie habe in dieser Funktion nur "Theaterkarten besorgt, Buchlesungen organisiert".

Autor Müller-Vogg fragte Merkel damals: "Müssen Sie nicht damit rechnen, dass das Thema »Angela Merkel und die FDJ« eines Tages in einer bestimmten Konstellation wieder hochgespielt wird?" Merkels Antwort: "Was heißt hier hochgespielt? Das ist Teil meines Lebens, das ist bekannt, und ich habe nichts zu verbergen."
    
Quelle: EXPRESS Köln/Düsseldorf vom 11. Mai 2013 



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