Presse

02.11.2011 | Der Platow Brief

Merkels Reformpartei

Unter Angela Merkel mausert sich die Union zur reformistischen Partei. Dabei sind erst zwei Jahre einer Legislaturperiode um, die in den Medien und darüber hinaus gern mit Stillstand und Zaudereien einer Kanzlerin, die sich nicht entscheiden kann oder will, überschrieben wird. Aber auch wertkonservative und markt-liberale Bürger und hohe Funktionsträger, die sich seit dem Mauerfall alljährlich beim Publizisten und Buchautor Hugo Müller-Vogg und seiner Frau Ulrike zum traditionellen Saumagen-Essen treffen, gewinnen Merkel inzwischen so manche positive Seite ab. In diesem K reis, dem Polit-Größen wie der alte und der neue hessische Ministerpräsident, Roland Koch und Volker Bouffier, Banker wie Friedrich von Metzler, Klaus-Peter Müller (Commmerzbank), Dirk Notheis (Morgan Stanley) oder Kurt Viermetz angehören, nicht zu vergessen DVAG-Urgestein und Helmut Kohl-Freund Reinfried Pohl, zu punkten, ist für Merkel ein nicht zu unterschätzender  Erfolg. Sogar Müller-Vogg selbst, alles andere als ein Merkel-Anhänger, aber ein exzellenter Kenner ihrer Persönlichkeit, der schon vor der ersten Kanzlerschaft mit ihr sprach und seine Aufzeichnungen als Buch („Mein Weg“) herausbrachte, warnt heute gern vor den ohne Merkel drohenden personellen und inhaltlichen Alternativen. Die erlauchte Runde, die Müller-Vogg am vergangenen Sonntag, also unmittelbar nach dem spektakulären Brüsseler EU -Gipfel, in der Bad Homburger „Kartoffelküche“ mal wieder um sich versammelt hatte, lobt die Kanzlerin, in Maßen zwar, aber immerhin, für ihr politisches Geschick nach innen wie nach außen. Es sei beeindruckend gewesen, wie es Merkel im Ringen um eine Lösung der Schuldenkrise gelungen sei, den Franzosen Nicolas Sarkozy vor sich her zu treiben. Mit Blick auf das, was sich im Inneren der Republik tut, fand der ebenfalls unter den Gästen  weilende Eckart von Klaeden anerkennende Worte für Merkel, was bei ihm, der einer ihrer Staatsminister ist, nicht verwundert. Merkel sei liberaler, als viele denken. Ob Klaeden wohl schon von Merkels Vorstoß in Sachen Mindestlohn etwas gewusst oder geahnt hat?

Aus: Der Platow Brief Nr. 127 vom 02.11.2011



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