Presse

12.12.2007

Deutsche fühlen sich ungerecht behandelt

Zweifel an sozialer Marktwirtschaft wachsen trotz Aufschwung


Frankfurt am Main, den 11. Dezember 2007 - Die Deutschen zweifeln immer stärker an der sozialen Marktwirtschaft. Das einstige Erfolgsgeheimnis der Regierungen Adenauer und Erhard hat seine Anziehungskraft verloren. Nach einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach http://www.ifd-allensbach.de sind nur noch 24 Prozent der Bürger davon überzeugt, dass Deutschland überhaupt noch eine soziale Marktwirtschaft hat. 62 Prozent meinen, das hiesige Wirtschaftssystem sei nicht sozial. Nur noch 56 Prozent halten die wirtschaftlichen Verhältnisse für gerecht. Besonders alarmierend: ,,In früheren Aufschwungphasen ging der Anteil der Unzufriedenen zurück, diesmal nicht", so die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) http://www.faz.net.

Ganz oben auf der Wunschliste der Bundesbürger stehen die Bekämpfung der Kinderarmut und gesetzlich festgelegte Mindestlöhne. Die Unzufriedenheit der Menschen kann damit zusammenhängen, dass wir einen ,,Aufschwung ohne Dividende" erleben, wie es der Publizist Hugo Müller-Vogg in der Bild-Zeitung http://www.bild.t-online.de ausdrückt. Im Geldbeutel merken die Bürger nichts vom Aufschwung, da Inflation und Staat ihnen das Lohnplus wieder wegnehmen. Müller-Vogg zufolge könnten die hohen Abzüge gesenkt werden: ,,Die Rentenbeiträge ließen sich kürzen - um den Preis niedrigerer Renten. Die Krankenkassenbeiträge ließen sich reduzieren - um den Preis höherer Zuzahlungen. Alle Steuern ließen sich senken - um den Preis geringerer Sozialleistungen oder weniger Sicherheit."

(...)


Aus: Europolitan Onlinemagazin vom 11.12.2007

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