Presse

24.07.2009

"Umfangen von der Liebe Gottes"



Glaube, Demut, Hoffnung: Vor der katholischen Akademie in München spricht Kanzlerin Merkel offen wie selten über den christlichen Glauben als Motivation ihrer Politik. Die Protestantin muss sich aber erneut verteidigen wegen ihrer Kritik am Papst.

Diese Angela Merkel erlebt man selten - eine Kanzlerin, die über ihren Glauben spricht. "Wir brauchen Gottvertrauen", sagt also Merkel mit Blick auf die Wirtschafts- und Finanzkrise, es gehe um die Erkenntnis, dass "wir nicht die ersten sind, die vor Problemen stehen, dass diese lösbar sind und dass wir umfangen sind von der Liebe Gottes".

Der Satz wird in der Münchner katholischen Akademie gesprochen. Titel der Veranstaltung an diesem Dienstagabend: "Politisches Handeln aus christlicher Verantwortung."

Hier kann sich die Kanzlerin von einer Seite zeigen, die sie sonst in der Öffentlichkeit eher verbirgt. Wo andere CDU/CSU-Politiker mit Vehemenz und in Standardformulierungen regelmäßig an das höchste Wesen appellieren, hält sich Merkel beim Religiösen zurück: "Ich gehe vorsichtig damit um, mag es nicht, wenn es aufgesetzt daher kommt", hat sie einmal im Gespräch mit dem Journalisten Hugo Müller-Vogg gesagt. (…)


Quelle: Spiegel-Online vom 21. 7. 2009



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Müller-Vogg am Mikrofon

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