Presse

11.01.2010 | Wetterauer Zeitung

Arbeitslosenzahl wird steigen

Auf die krisengebeutelte Wirtschafts- und Finanzlage in der Bundesrepublik ging der Hauptredner des Abends, Dr. Hugo Müller-Vogg, ein. »Im Jahr 2010 wird die Finanzkrise noch nachhaltig nachwirken. Die Arbeitslosenzahl wird steigen, die Forderungen nach mehr Staat lauter werden«, prognostizierte der ehemalige Herausgeber der FAZ. Anhand humorvoller Beispiele erklärte der Publizist zunächst die Begriffe Kapitalismus, Turbo-Kapitalismus und Sozialismus. Dann ging er auf die Entwicklung der sozialen Marktwirtschaft ein, die maßgeblich durch Ludwig Erhard geprägt wurde, eine ethische Komponente habe und deren Grundgedanke darin bestehe, dass sie ihre wohlstandsmehrende wie koordinierende Wirkung nur entfalten könne, wenn sie durch eine strenge staatliche Ordnungspolitik auf den Wettbewerb verpflichtet werde. »Das Modell zielte auf wirtschaftliche Effizienz und sozialen Ausgleich.« Die Betonung des »Sozialen« sei gewachsen, die Soziallleistungsquote erheblich gestiegen. »Entstanden ist ein Staat, der Fleißige mit hohen Steuern bestraft, in dem es viele Arbeitslose gibt, die gerne arbeiten möchten und viele Kostgänger, die nicht arbeiten wollen. 40 Prozent aller Deutschen sind mittlerweile Empfänger staatlicher Leistungen«, kritisierte er.

Niemand habe der sozialen Marktwirtschaft so geschadet, wie die Bankmanager während der Finanzkrise, so Müller-Vogg weiter, der aber auch das profitorientierte Verhalten der Kunden anprangerte. Nach Ansicht des Polit-Kenners, der die schwarz-gelbe Koalition trotz Startschwierigkeiten einer großen oder eine rot-rot-grünen Koalition vorzieht, kann der Staat zwar vieles, aber nicht alles regeln. Notwendig sei die Reform und Vereinfachung der Steuergesetzgebung.

Aus: Wetterauer Zeitung vom 11.1.2010



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