Presse

04.06.2011 | Wiesbadener Kurier

Presseclub Wiesbaden

Konservativer doubelte die Rote Heidi


Am Ende eines mit zahlreichen Informationen und Anekdoten gespickten Abends hatte der Publizist und Kolumnist Hugo Müller-Vogg im Presseclub noch die Gelegenheit, ein Missverständnis aufzuklären. Auf die Frage von Moderator und Kurier-Chefredakteur Stefan Schröder, ob es stimme, dass Bundesministerin Kristina Schröder ihn gelegentlich als Frau Wieczorek anrede, erzählte der ehemalige Mitherausgeber der FAZ folgende Geschichte. Die frühere FAZ-Praktikantin Kristina Köhler hatte ihn gebeten, sie in ihrem ersten Bundestagswahlkampf auf ein Gesprächsduell mit anderen Kandidaten ihres Wahlkreises vorzubereiten. Zu den Mitbewerbern zählte damals Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul. "Ich muss in der Sparringsrunde die Rote Heidi in ihren Argumenten so täuschend ähnlich wiedergegeben haben, dass mich Frau Köhler im Eifer des Gefechts ein übers andere Mal mit Frau Wieczorek ansprach", freute sich der Konservative. Danach sei es aber zu dieser Verwechslung nicht mehr gekommen. Er sei allerdings nicht engagiert worden, wie es mal in einer Zeitung geheißen habe; denn von einem Honorar sei nie die Rede gewesen.

Der Abend mit Hintergrunddetails aus Berlin trug den Titel "Selbst für Eigentore gibt es Beifall". Müller-Vogg beschrieb anhand von zehn Regeln die Berliner Bühne und ihre Darsteller. Seine Zuhörer wollten unter anderem wissen, ob in der Hauptstadt der hessische Ministerpräsident eine Rolle spiele. Er habe den Eindruck, dass dort kaum jemand Volker Bouffier auf dem Schirm habe, erwiderte der Beobachter der Polit-Szene. Derzeit sammle Bouffier aber Verbündete unter den Ministerpräsidenten, die beispielsweise dieses "Es wird schon irgendwie weitergehen" in der Energiepolitik nicht mitmachten. Aus dem Umstand, dass sich Bouffier im Übrigen in der Bundespolitik stark zurücknehme, schließe er, dass der CDU-Politiker in Berlin noch etwas vorhabe, sagte Müller-Vogg.

Wiesbadener Kurier vom 04.06.2011



Drucken
Müller-Vogg am Mikrofon

Presse

16.11.2017 | Bad Homburger Woche

Polit-Prominenz beim „Saumagen-Essen“

» mehr

Themen

Die Rache der Geschichte

Der Verkauf der „Frankfurter Rundschau” ist ein tragikomisches Stück. Nicht nur müssen es die verbleibenden Redakteure nun bei der „FAZ" schaffen. Nein, auch das Gelände, auf dem sie dies tun werden, ist ideologisch vermint.
» mehr

Zwei Pässe sind undemokratisch

Bei der Debatte um die doppelte Staatsbürgerschaft wird ein entscheidender Punkt oft vergessen: Zwei Pässe sind undemokratisch und räumen Doppelstaatlern mehr politischen Einfluss ein als „einfachen“ Deutschen.
» mehr

Der Tag an dem Sigmar Gabriel Kanzler von Rot-Rot-Grün wird …

Rund um den Jahreswechsel blickt „Cicero Online“ nach vorne und entwirft Szenarien für das Jahr 2013, die auf den ersten Blick unrealistisch wirken und doch einen Kern von Wahrheit in sich bergen.
» mehr

Buchtipp

Wolfgang Bosbach: "Endspurt - Wie Politik tatsächlich ist - und wie sie sein sollte“. Ein Gespräch mit Hugo Müller-Vogg.

Wolfgang Bosbach:

» mehr

Biografie

Dr. Hugo Müller Vogg

Hugo-Müller-Vogg

» mehr