Presse

15.09.2021 | Der Platow Brief

Am Ende wird die SPD Lindner erpressen

Ehrengast beim Apéro Politique vergangenen Freitag im Hause Hamer in Bad Homburg war kein Geringerer als Axel Wintermeyer, Chef der hessischen Staatskanzlei. Zum politischen Talk geladen hatte Ingrid Hamer, Mitglied der Stadtverordnetenversammlung und Witwe des bekannten, 2004 verstorbenen CDU -Landtagsabgeordneten Bernd Hamer. In der Diskussion stellte sich heraus, dass Wintermeyer, ähnlich wie PLATOW, von den möglichen Koalitionen die Ampel aus SPD, den Grünen und der FDP als ein wahrscheinliches Szenario ansieht. Am Ende, so Wintermeyer, werde die SPD FDP-Chef Christian Lindner „erpressen“ und ggf. mit einem Linksbündnis drohen. Wintermeyer und PLATOW stehen übrigens mit „ihrer Ampel“ nicht allein.

Viele Wirtschaftslenker denken mittlerweile ähnlich. Davon konnte sich PLATOW in Gesprächen mit Managern am Rande des diesjährigen Sommerempfang des Internationalen Clubs Frankfurter Wirtschaftsjournalisten überzeugen. Lindner könne sich nicht erneut verweigern, hieß es. Während die FDP 2009 nach ihrem großen Erfolg unter Guido Westerwelle (14,6% der Stimmen) im Kabinett Merkel II sang und klanglos unterging, könnte Lindner diesmal gleich zu Beginn zwei, wenn nicht drei große Erfolge erzielen: 1. könnte sich der FDP-Chef die Verhinderung eines Linksbündnisses ans Revers heften; 2. der SPD und den Grünen in den Koalitionsgesprächen den Verzicht auf die Wiedereinführung der Vermögenssteuer abringen und 3. für die FDP das Bundesfinanzministerium erobern.

Bisher hatte Lindner stets große Sympathien für CDU /CSU erkennen lassen, zumal die FDP mit der CDU in Düsseldorf erfolgreich regiert. Durch die Schwäche der Union wird Jamaika aber immer unwahrscheinlicher, zumal die Grünen durch das Erstarken der SPD ihren eigentlichen Wunschpartner nicht länger links liegen lassen müssen. Die FDP, da sind sich alle Experten einig, könnte sich in einer Ampel weitaus besser profilieren als in einer Jamaika- oder einer ebenfalls möglichen, aber langweiligen Deutschland-Koalition. Während Armin Laschets Stern weiter sinkt, wird auch die Partei ihn mit 21% lt. einer neuen Forsa-Umfrage für RTL/ntv kaum noch retten.

„Es wird ein deprimierendes Wahlergebnis werden“ prophezeit der Publizist Hugo Müller-Vogg, der für den 10. Oktober zum 31. Saumagen-Essen geladen hat, bei dem ein prominenter Kreis liberal-konservativer Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik an Helmut Kohl und die Hoch-Zeiten von CDU /CSU erinnert.

(Quelle: Der Platow Brief vom 15. September 2021)



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