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05. Oktober 2014

Unherzlich willkommen? Wie die Deutschen mit Flüchtlingen umgehen

Sie suchten Schutz, doch sie wurden erneut zu Opfern: In einigen Wohnheimen in NRW wurden Flüchtlinge von privaten Sicherheitsdiensten schwer misshandelt. Der Aufschrei in Politik und Verwaltung ist groß. Doch wie konnte es überhaupt soweit kommen? Ob Kriege und Konflikte im Irak, Syrien oder der Ukraine oder Armut und Diskriminierung in ihren Heimatländern, der Flüchtlingsstrom wird immer stärker. Städte und Kommunen müssen die Flüchtlinge aufnehmen und sich um ihre Versorgung kümmern, doch viele fühlen sich heillos überfordert.

Die Folge: in Köln sollen Schutzsuchende nun in einem stillgelegten Baumarkt unterkommen, in Duisburg droht als neues Auffanglager eine Zeltstadt. Und: Einige Städte und Kommunen vergeben viele Aufträge auch an private Firmen, die wiederum Subunternehmer beschäftigen. In einigen NRW-Heimen kamen nun Missstände ans Licht: Überbelegte Räume, vorbestraftes Sicherheitspersonal, zu wenige Betreuer. Städte und Kommunen kommen mit den Kontrollen kaum hinterher, das Achten auf die Einhaltung grundsätzlicher Standards, es wird aufgrund der hohen Flüchtlingszahlen von manchen einfach beiseite geschoben.

Und was sagt die deutsche Bevölkerung zum Umgang mit den Flüchtlingen? Eine öffentliche Debatte gibt es kaum. Zwar meinen in Umfragen viele Bürger, es müsse geholfen werden, doch wenn Flüchtlingsheime errichtet werden sollen, kommt es auch immer wieder zu Protesten durch die Anwohner – einige Heime konnten deshalb nie bezogen werden. Was läuft schief bei der Flüchtlingsaufnahme? Ist es richtig, diese staatliche Aufgabe auch an private Firmen abzugeben? Und wie willkommen sind Flüchtlinge in unserer Gesellschaft tatsächlich?

Darüber diskutiert WDR-Chefredakteurin Sonia Seymour Mikich am Sonntag im ARD-Presseclub mit den Gästen:

Bettina Gaus, taz.die tageszeitung
Jasper von Altenbockum, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Hugo Müller-Vogg, Publizist
Ellen Trapp, freie Autorin

ARD-Presseclub am Sonntag, 5. Oktober 2014, 12:00 – 12:45 Uhr im Ersten



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