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Polit-Talkshows - Bühnen der Macht

Immer weniger Talk, immer mehr Show – Persönliche Erfahrungen in und mit Talkshows




Vorweg ein Bekenntnis: Wenn ich beim „Zappen“ irgendwo hängen bleibe, dann bei Talkshows. Dass ich sie nicht mehr so regelmäßig und gezielt einschalte wie früher, hat einen einfachen Grund: der Austausch von Argumenten, die kontroverse Diskussion und die sachliche Konfrontation werden in den aktuellen Talk-Formaten zunehmend zurückgedrängt zugunsten von Einspielfilmchen, zugunsten von „einfachen Bürgern“ als Verkörperung allen Elends und zugunsten von Schauspielern und anderen Prominenten, die in die Rolle der politischen Experten schlüpfen – was ihnen selten gelingt, aber der Quote offenbar nicht abträglich ist.

Nun kenne ich das Format aus der Sicht der Akteure – als Moderator wie als Gast. Von 1997 bis 2001 moderierte ich im Hessen-Fernsehen zusammen mit Luc Jochimsen, Fernseh-Chefredakteurin des Hessischen Rundfunks, und Manfred Bissinger, Herausgeber und Chefredakteur der Woche, die Sendung 3, zwei, eins: Drei Moderatoren, zwei Gäste, ein Thema.

Man hätte die Sendung auch „Zwei gegen einen“ nennen können. Denn auf Seiten der Moderatoren standen im Zweifelsfall die heutige Abgeordnete der Linkspartei, Jochimsen, und der Schröder-Freund Bissinger gegen mich. Eine Sendung zum Thema Patriotismus mit Lothar de Maizière und Egon Bahr als Gästen kommentierte der letzte Regierungschef der DDR so: Indirekte Rede, ohne Anführungszeichen! Das habe er noch nie erlebt, dass sich die Gastgeber heftiger gestritten hätten als die eingeladenen Politiker. Nun ja, das kam in unserer Sendung mehr als einmal vor. Aber vor und nach der Sendung verstanden wir uns bestens – bis heute.

(...)

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Aus: Sascha Michel/Heiko Girth (Herausgeber): „Polit-Talkshows – Bühnen der Macht. Ein Blick hinter die Kulissen“



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